Plus Size Dos and Don’ts

An dieser Stelle entsteht eine Sammlung aus allen sinnvollen und sinnlosen Empfehlungen, die über Damenmode in großen Größen immer wieder zur hören sind. Nach meiner persönlichen Wahrnehmung ist die Übergrößen Mode erst in den letzten Jahren überhaupt etwas mutiger geworden. Vor allem die großen Online Shops bieten inzwischen endlich Schnitte und Muster an, die vor 20 Jahren ab Konfektionsgröße 42 tabu gewesen wären. Allerdings befinden wir uns hier noch immer auf Neuland und manchmal wirkt es so, als ob auch die Designer sich nicht sicher sind, was man denn nun in großen Größen anbieten sollte. Grundsätzlich ist meine Einstellung dazu: bitte alles an Mustern, Farben, Formen, Stoffen und Schnitten, was auch eine Size Zero gerne trägt. Denn wie alle Frauen haben auch wir Plus Size Mädels ganz unterschiedliche Geschmäcker und Figuren. Dementsprechend sollte das Angebot genauso vielfältig sein wie wir. Aber nun genug mit den einleitenden Worten. Hiermit betrete ich das komplexe Terrain der

Plus Size Dos and Don’ts:

Querstreifen in Übergröße?

Wie oft hat man es schon gehört: “Bloß keine Querstreifen, die machen dick!” Nun ja, ich dachte immer, dass es meine Vorliebe für Pizza war. Aber mal im Ernst, es ist schon etwas wahres daran, dass Längsstreifen optisch strecken, während Querstreifen ein wenig breiter wirken lassen. Wer nun aber, wie ich, eine Vorliebe für Querstreifen hat, möge sich davon aber bloß nicht abschrecken lassen. Ich habe hier im Blog bereits zwei Outfits mit Querstreifen gezeigt, wobei ich für mich gerade das mit dem Streifenrock eigentlich ganz vorteilhaft finde.

Querstreifen typgerecht stylen

Wenn man nämlich einerseits die eigenen Körperformen beachtet und andererseits die richtige Kombination wählt, gehen für jede von uns Querstreifen klar, davon bin ich überzeugt. Bei meinem Figurtyp verteilen sich die diversen Polster ziemlich gleichmäßig über den Körper. Mein Hintern allerdings ist im Verhältnis zum Rest etwas kleiner geraten. Dementsprechend finde an mir Röcke mit Querstreifen recht vorteilhaft, während ich mich in einem Streifenshirt nicht so wohl fühle. Eine Ausnahme habe ich aber auch hier gemacht, da das Kleidchen sehr weit fällt und meine Figur ziemlich gut umspielt. Außerdem mag ich es einfach. In dem Moment fliegen eh alle Dos and Dont’s in hohem Bogen aus dem Fenster und das sollten sie auch.

Die Plus Size Damen von uns, die dem Figurtyp “Birne” entsprechen, also mit einem eher schmalen Oberkörper und flachem Bauch und dafür rundere Hintern und Oberschenkel haben, können Querstreifen völlig problemlos auch als Oberteil tragen – z.B. ein Top oder enges Shirt zu einem Rock in A-Linie. Das wäre jedenfalls nach klassischer Einteilung vorteilhaft.

Mit einem breiten dunklen Gürtel zum Querstreifenkleid lässt sich auch ohne Wespentaille eine entsprechende Silhouette andeuten. Alles natürlich immer unter der Voraussetzung, dass man sich diese Optik wünscht.

Querstreifen light

Was für uns alle immer geht: kleine Streifenapllikationen auf den Kleidern, z.B. am Ausschnitt, auf Taschen oder ähnliches. Das ist wohl die beste Variante für alle, die etwas zurückhaltender sind. Und allen anderen: viel Spaß mit den Querstreifen. Maritim mit blau, rot und weiß kommen sie, meiner Meinung nach, am besten zur Geltung.

Blockstreifen als Alternative

Blockstreifen sollen ja auch, als größeres Muster besser wirken bei einer Übergröße. Das habe ich allerdings selbst noch nicht ausprobiert, da ich Blockstreifen persönlich nicht so ansprechend finde. Grundsätzlich bin ich aber hier auch schon bei meinem nächsten Thema, was ich behandeln werde: der Größe von Mustern.

 

MUSTER in Plus Size – kleine oder große Pünktchen

Wie generell immer bei mir ist es auch mit den Mustern so eine Sache des persönlichen Geschmacks für mich. Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass gerade im Übergrößen Bereich sehr seltsame Muster angeboten werden und ich frage mich, warum. Einige Stoffe hat man vielleicht in den 90ern mal an den Fenstern gehabt oder noch schlimmer in den 70ern.

Klassische Muster Dos

Wie dem auch sei, die grundsätzliche Empfehlung was Muster an runden Damen angeht, ist ja immer: großer Körper, große Muster. Und die findet man dann auch in rauen Mengen in Übergrößen Shops – seien es die oben erwähnten Blockstreifen, riesige Punkte und bombastische Blumen, gerne in den verrücktesten Farbkombinationen. Auch immer wieder z.B. C&A gesehen: Cartoonfiguren und lustige Zeichnungen über den gesamten Oberkörper, die mich manchmal mehr an Kindergarten als an erwachsene Frauen erinnern. Um damit zu Hause auf der Couch zu lümmeln, mag das ja gehen. Ansonsten finde ich so etwas aber einfach indiskutabel.

Klassische Muster Don’ts

Umgekehrt wird immer gern von kleinen Streublümchen abgeraten, wenn man etwas mehr auf den Hüften hat. Man munkelt, ein gewisser Herr Kretschmer hat da ja wohl sogar eine Streublumensperre. Die klassischen kleinen Polkadots, die oft auf Rockabella Kleidung zu finden sind, stellen wohl auch eigentlich ein echtes No Go für füllige Frauen dar. All diese Minimuster tragen wohl auf. Die Erfahrung habe ich auch schon öfter gemacht.

Der entspannte Mittelweg

Ich für meinen Teil mag nunmal Polkadots und habe ein entsprechendes Kleid im Schrank, was ich aber viel zu selten trage. Leider fühle ich mich einfach nicht wohl darin. Stattdessen trage ich, wenn ich mich für Muster entscheide, inzwischen eher mittelgroße Blümchen etc. Die großen Muster sind mir einfach zu platt und sehen immer nach Kinderklamotten und/oder altbacken aus. Weil ich mich also weder in kleinen noch großen Mustern nicht sehe, wähle ich den Mittelweg und liebe entsprechend den aktuellen Blumenmustertrend, der mir hier sehr gelegen kommt.

Passform – lieber enge oder weite Plus Size Klamotten?

Oder auch: als dicke Frau darf man auf keinen Fall Kleidung tragen, die Pölsterchen deutlich zeigen. Deshalb sind enge Klamotten grundsätzlich tabu.

Ihr könnt es auch schon denken, ich finde nicht nur, dass das jede von uns für sich selbst entscheiden kann, sondern dass es auch hier kein wirkliches Patentrezept gibt. Wenn ich mir so andere Plus Size Bloggerinnen oder auch einfach nur Freundinnen anschaue, stelle ich immer wieder fest, dass es „die“ Figur in Übergröße genau wie in schlank gar nicht gibt. Während ich persönlich überall mehr habe und vor allem mit meinem Bauch besonders zu kämpfen habe, gibt es so viele Mädels mit der gleichen Konfektionsgröße, die die typisch weibliche Birnen- oder A-Silhouette haben mit breiterem Popöchen und Hüften, dafür aber ein recht flaches Bäuchlein und schmale Schultern. Oder die Apfel bzw. O-Typen, die vor allem in der Körpermitte rundlich sind, dafür aber recht schlanke Beine haben.

Es kommt also vor allem darauf an, was man an sich vorteilhaft oder nicht in Szene setzen möchte. Ich finde es immer sehr schade, dass mir weite Hosen nicht wirklich stehen, weshalb ich mir genau eine Chino gekauft habe, die ich noch nie getragen habe – ich kann es einfach nicht hübsch kombinieren, weil für mich einfach ein schmales, enges bzw. kurzes Oberteil dazu am besten aussieht. Mit meinem Bauch stehen mir für meinen Geschmack aber nur lange Oberteile oder Kleider, die locker fallen bzw. eine schöne Taille zeichnen knapp unter der Brust. Also bleibt mir dieser Look leider verwehrt.

Genauso wie taillenhohe Bleistifröcke und ein Blüschen. Darin fühle ich mich einfach nicht wohl. Stattdessen trage ich lieber enge Röcke und Hosen oder Leggins und dazu weitere, schwingende Oberteile oder Kleider, wie eigentlich fast alle meine Outfitposts zeigen, ein ganz typisches Beispiel ist mein schlichtes Lieblingskleid.

Natürlich ist es überhaupt kein Muss, sich immer an diese Dinge zu halten. Aber wie es immer so ist – es gehört schon eine Menge Selbstbewusstsein dazu, sich auch mal so zu kleiden, dass eher als unvorteilhaft wahrgenommen werden könnte. Wir sollten es aber dringend öfter mal probieren.

 

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